Herzlich Willkommen!

bei den ver.di Vertrauensleuten der Stadt Frankfurt am Main

Pure Provokation - Respektloses Angebot von Bund und VKA - Krass unsozial

Die Arbeitgeber von Bund und Kommunen haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das Euch zu Recht empört und auf die Palme bringt. Schmale Lohnerhöhungen und eine verdammt lange Laufzeit, während die Preise für Energie und Lebensmittel hoch bleiben. Was aber so richtig unverschämt ist: Im Angebot der Arbeitgeber ist noch nicht mal ein Mindestbetrag vor­ gesehen. Damit ignorieren die Arbeitgeber unsere Kern­ forderung.

Wir fordern
10,5 Prozent mehr Geld für alle, mindestens aber 500 Euro mehr. Und genau diese soziale Komponente, diese 500 Euro, sind für die Beschäftigten mit niedrigen Einkommen richtig wichtig. Und von denen gibt es viele im öffentlichen Dienst. Bis hoch zur Entgelt­gruppe 14 würden die 500 Euro zu mehr als 10,5 Prozent Gehaltsplus führen. Denn es liegt doch auf der Hand: grade diejenigen mit wenig Geld können die dauerhaft hohen Preise, ob für Benzin, Butter oder Brot nicht stemmen. Doch den öffent­lichen Arbeitgebern scheint das egal zu sein.

Schönrechnerei
Statt fairer Lohnsteigerungen wollen die Arbeitgeber eine lineare Erhöhung der Gehälter von fünf Prozent, bei einer Laufzeit von unglaublichen 27 Monaten. Dabei sehen sie eine Erhöhung von drei Pro­zent Ende 2023 und zwei Prozent Mitte 2024 vor. Ein Blick auf die hohe Inflations­ rate macht klar: Die Arbeitge­ber wollen hier weitere saftige Reallohnverluste durchsetzen. Denn die Inflation lag 2021 und 2022 zusammen gerech­net bei 11 Prozent, zu Beginn dieses Jahres immer noch bei weit über acht Prozent.
Hier gehts weiter:

16.03.23 Warnstreik Stadt Frankfurt und Eigenbetriebe

ver.di ruft alle Tarifbeschäftigten, Auszubildende, Praktikant*innen und Studierende der Stadt Frankfurt mit Ihren Eigenbetrieben am Donnerstag, den 16.03.2023 ab Arbeitsbeginn bis ende zum ganztägigen Warnstreik auf!
  • Was ÖD23 ST1
  • Wann 16.03.2023 ab 09:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo DGB-Haus Frankfurt
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Bildschirm­foto 2023-03-13 um 20.41.00.pngTreff 09:00 Uhr im DGB-Haus FFM, Streikgelderfassung und Streikfrühstück.


11:00 Uhr: Information zur aktuellen Situation in der Tarifrunde öD.

12:00 Uhr gemeinsamer Demo-Zug.

Digitale Mittagspausen zur Tarifrunde Öffentlicher Dienst 14.03.2023

Wir Arbeitnehmer_innen im öffentlichen Dienst verhandeln derzeit über unsere Einkommen mit den Arbeitgeber_innen: Aktuell läuft die Tarifrunde ÖD 2023. Um auch Kolleg_innen im Homeoffice gut zu informieren, bieten wir eine Mittagspausen an.
  • Was ÖD23 ST1
  • Wann 14.03.2023 von 12:15 bis 13:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo online
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Wir laden Euch ein, Euch zu informieren über:
– Was fordert der Gewerkschaft?
– Was bieten die Arbeitgeber_innen von Kommunen und Bund?
– Wie gehts weiter?
– Was hat das mit Fachkräftemangel zu tun? Was hat es mit unserer Belastung zu tun?

Online über Web-Ex könnte ihr von ver.di-Kolleg_innen aus der Stadtwaltung Frankfurt alles Wichtige erfahren und Eure Fragen loswerden.

Seid ganz herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Euch.

 

Links für die Webex-Veranstaltung:

14.03.’23:

https://verdi.webex.com/verdi/j.php?MTID=mb6db60015760ee135063b4d9a7f0345f

 

Digitale Mittagspausen zur Tarifrunde Öffentlicher Dienst 13.03.2023

Wir Arbeitnehmer_innen im öffentlichen Dienst verhandeln derzeit über unsere Einkommen mit den Arbeitgeber_innen: Aktuell läuft die Tarifrunde ÖD 2023. Um auch Kolleg_innen im Homeoffice gut zu informieren, bieten wir eine Mittagspausen an.
  • Was ÖD23 ST1
  • Wann 13.03.2023 von 12:15 bis 13:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo online
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Wir laden Euch ein, Euch zu informieren über:
– Was fordert der Gewerkschaft?
– Was bieten die Arbeitgeber_innen von Kommunen und Bund?
– Wie gehts weiter?
– Was hat das mit Fachkräftemangel zu tun? Was hat es mit unserer Belastung zu tun?

Online über Web-Ex könnte ihr von ver.di-Kolleg_innen aus der Stadtwaltung Frankfurt alles Wichtige erfahren und Eure Fragen loswerden.

Seid ganz herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Euch.

 

Links für die Webex-Veranstaltung:

13.03.’23:

https://verdi.webex.com/verdi/j.php?MTID=m2dd365c5953c39a229d3ce42ab15c70e

 

"Interview" mit dem Präsidenten des Kommunalen Arbeitgeberverbands Hessen (KAV)

Nach der zweiten Verhandlungsrunde liegt nun das Angebot der Arbeitgeber für die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst vor. Bezüglich dieses Angebots möchten wir dem Präsidenten des Kommunalen Arbeitgeberverbands Hessen (KAV) gerne unsere Meinung mitteilen. Gleichzeitig möchten wir ihn an seine eigenen Aussagen erinnern – konkret diese Aussagen, die er in einem hr Info Aktuell-Interview am 24.01.2023 bezüglich der Tarifrunde getätigt hat.

Herr Bergerhoff, wenn die Angestellten jetzt mehr Geld wollen, für
das was sie jeden Tag leisten, dann bleibt davon sowieso nicht viel übrig wegen der hohen Inflation. Warum halten Sie die Forderung trotzdem für übertrieben? 

Dr. B.: „Ja, erstmal muss man vielleicht sagen, Sie haben Recht, der öffentliche Dienst ist unverzichtbar und hat auch in den vergangenen Jahren, im Rahmen der Corona Pandemie, aber auch jetzt mit dem Ukraine Krieg, mit dem Russlandkrieg gegen die Ukraine erhebliches zu leisten gehabt und hat das auch toll bewältigt.“ 

Wir entgegnen 

Es gibt immer Krisen, die unsere Arbeit im öffent­ lichen Dienst beeinflussen und mit denen wir umgehen müssen. Sei es die Unter­ bringung geflüchteter Men­ schen, ein Dauerthema in unterschiedlicher Intensität, Umweltkatastrophen, ... Der öffentliche Dienst ist immer da, unabhängig von aktuellen Krisen und Katast­ rophen. Auch Veränderun­ gen durch unterschiedliche politische Schwerpunkte und damit verbundene gesetzliche Neuerungen gibt 

es immer. Die jüngsten Bei­ spiele sind die Reform im Wohngeld und die Einführung des Bürgergeldes. 

Jetzt höre ich so ein „Aber” 

Dr. B.: „Naja, das ‚Aber’ ist natürlich immer das Gleiche, weil wir haben glaube ich ein gemeinsames Interesse, die öffentliche Hand als Arbeit­ geberin und die Beschäf­tigten, dass wir ein attrak­tiver Arbeitgeber sind, dass wir unsere Stellen besetzt bekommen, dass die Men­schen von der guten Arbeit, die sie leisten, auch leben können. Wir haben auf der anderen Seite – und jetzt kommt das ‚Aber’ – aber natürlich die Situation, dass auch die Arbeitgeberseite nicht überfordert werden darf, weil sonst wirkt sich das natürlich am Ende natürlich auch negativ auf das Gesamtgebilde aus.“ 

Wir entgegnen 

Herr Dr. Bergerhoff, was genau meinen Sie mit Gesamt­ gebilde? Letztendlich ist es doch so, dass zur Stabilität der Wirtschaft immer auch die Kaufkraft gestärkt werden muss. Hierbei geht es vor allem um die Kaufkraft der­ jenigen, denen so wenig finanzielle Mitteln zur Ver­ fügung stehen, dass alles in die Existenzsicherung fließt. Wenn ein immer größerer Anteil vom Lohn in Miete, Energiekosten und Grund­ nahrungsmittel fließt, was passiert dann mit dem Konsum?
Festzuhalten ist, dass die Lohn­ entwicklung im öffentlichen Dienst der allgemeinen Lohn­ entwicklung über 4 Prozent 
hinterherhinkt. Das wird mit ihrem Angebot nur verschärft. Die Ablehnung eines Fest­betrages lässt vermuten, dass sie keinerlei Vorstellung davon haben, was die Men­schen im öffentlichen Dienst in den unteren Entgeltgrup­pen verdienen. Eine Einmal­ zahlung hat weder einen Effekt auf die Entgelttabellen, noch auf die Rentenansprü­che. Die Kolleg*innen aus diesen Entgeltgruppen wer­ den also weiter abgehängt. 

hier geht es zum vollständigen Interview.